Was ist ein Business-Key in Data Vault?

Ein Business-Key ist die Kennung, mit der Ihre Mitarbeitenden und Kunden tatsächlich arbeiten: die Kundennummer, die Rechnungsnummer, die Vertragsnummer. Er ist stabil, wird systemübergreifend verwendet, und auf ihm baut jeder Hub in einem Data Vault auf.

Was ist ein Business-Key in Data Vault?

Die Data-Warehouse-Automationsplattform, der Datenteams aus vielen Branchen vertrauen

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  • Das Modell wurde aus dem Datenbankschema abgeleitet, und die Fachabteilung erkennt darin keinen einzigen Schlüssel wieder.
  • Nach der ERP-Migration hat jeder Kunde eine neue ID, und die Historie lässt sich nicht mehr verknüpfen.
  • Zwei Systeme führen dieselben Kunden, und das Warehouse kann nicht erkennen, welche Datensätze zusammengehören.

Ein Hub ist nur so gut wie der Schlüssel, auf dem er aufbaut. Bei Data Vault ist der Schlüssel zum Erfolg der Business-Key.

Was ein Business-Key ist

Ein Business-Key ist die Kennung, die das Unternehmen selbst verwendet: die Kundennummer auf einem Brief, die Rechnungsnummer, die ein Kunde am Telefon nennt, die Vertragsnummer in einer E-Mail. Mitarbeitende und Kunden kennen diese Schlüssel, und genau deshalb sind sie stabil. Ein System kann seine internen Datensätze neu nummerieren. Eine Nummer, die auf zehntausend Rechnungen gedruckt ist, lässt sich dagegen nicht so einfach ändern.

In der Sprache der klassischen Datenmodellierung ist der Business-Key der natürliche Schlüssel, einer der Schlüsselkandidaten der Entität, im Gegensatz zum Surrogatschlüssel, den eine Datenbank für ihre eigenen Zwecke erzeugt. Wer schon einmal einen Primärschlüssel für ein konzeptionelles Modell gewählt hat, hat diese Arbeit bereits gemacht.

Wie Sie sie finden: der Trick mit der Papierrechnung

Viele Data Engineers und Datenmodellierer zögern, die Fachanwender nach Schlüsseln zu fragen. Die Frage klingt technisch, und die Antworten verlieren sich in Tabellennamen. Eine einfache Übung vermeidet das:

  1. Bitten Sie die Fachanwender, einige echte Belege auszudrucken: einen Auftrag, eine Rechnung, einen Lieferschein.
  2. Fragen Sie sie: “Wenn ein Kunde Sie wegen dieses Belegs anruft, was nennt er Ihnen, damit Sie den Beleg finden?”
  3. Markieren Sie, worauf sie zeigen.

Die markierten Kennungen sind Ihre Business-Keys. Auf demselben Blatt Papier sehen Sie auch die Geschäftsobjekte rund um diese Kennungen (Kunde, Auftrag und Produkt) und wie sie miteinander in Beziehung stehen. Damit beginnt das Modell.

Warum Data Vault auf Business-Keys aufbaut

  • Passive Integration. Business-Keys werden von mehreren Quellsystemen gemeinsam verwendet. Wenn CRM und ERP beide den Kunden C-10442 in denselben Hub laden, sind ihre Daten verbunden, ohne dass eine manuelle Integrationslogik nötig ist: Das erledigen der gemeinsame Schlüssel und unsere Automatisierung.
  • Migrationen von Quellsystemen. Wird ein Quellsystem abgelöst, ändern sich seine technischen Schlüssel. Seine Business-Keys ändern sich nicht, deshalb passt die Historie vor und nach der Migration weiterhin zusammen.
  • Data-Warehouse-Generationen. Dasselbe gilt für das Warehouse selbst. Wenn eine neue Datenintegrations- oder DWH-Lösung Daten aus der alten übernehmen muss, verbinden die Business-Keys beide, weil sie auch zwischen DWH-Versionen stabil bleiben.

Wo derselbe Schlüssel in verschiedenen Systemen Unterschiedliches bedeutet, etwa der Auftrag 1018 im Schweizer und im deutschen ERP-System, hält der Business Key Prefix die beiden auseinander. Wo ein Schlüssel aus mehreren Teilen besteht, etwa Buchungskreis plus Kundennummer, ist der Business-Key einfach zusammengesetzt.

Der Haken

Die meisten Quellsysteme speichern den Business-Key in der Entität, die er identifiziert: Die Kundennummer steht in der Kundentabelle. Die Beziehungen dagegen verwenden technische Schlüssel. Ein Auftragsdatensatz enthält die system-interne ID des Kunden, nicht die Kundennummer. Wie Sie von dort zu einem Modell gelangen, das auf Business-Keys aufbaut, behandelt der nächste Artikel dieser Reihe: technische versus fachliche Schlüssel.

Was sich mit Datavault Builder ändert

In Datavault Builder definieren Sie das Geschäftsobjekt einmal. Dann ordnen Sie ihm jede Quelle zu, indem Sie festlegen, welche ihrer Spalten den Business-Key bilden, und Datavault Builder erledigt alles, was für die Integration nötig ist: Der Hub, die Schlüsselbehandlung und der Ladecode werden generiert. Der Aufwand fließt in das Gespräch mit der Fachabteilung, nicht in das Schreiben von Ladelogik.

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Drei Schritte zu Ihren Business-Keys

  1. Die Belege ausdrucken

    Bitten Sie die Fachanwender, echte Aufträge, Rechnungen und Lieferscheine zum ersten Termin mitzubringen.

  2. Eine einzige Frage stellen

    Wenn ein Kunde wegen dieses Belegs anruft, was nennt er Ihnen, damit Sie den Beleg identifizieren können?

  3. Die Antwort markieren

    Jede Kennung, auf die sie zeigen, ist ein Business-Key. Die Belege zeigen außerdem die Geschäftsobjekte und ihre Beziehungen zueinander.

Wie Datavault Builder die Reibungsverluste in der Ingestion beseitigt

  • Ingestion ist eingebaut

    Batch-, Delta- und CDC-Ladevorgänge aus Datenbanken, Dateien, REST-APIs, NoSQL und Python-Quellen, mit Streams wie Kafka, die als Micro-Batches ankommen. Dieselbe Plattform, die das Warehouse generiert, keine zweite Rechnung.

  • Ihr Schema, nicht das des Anbieters

    Quelltabellen werden auf ein Data-Vault-2.0-Modell gemappt, das Sie entworfen haben. Eine neue Spalte oder eine umbenannte Tabelle ändert ein Mapping, keine Kette von Skripten nach dem Load.

  • Nur Deltas bewegen sich

    Hubs, Links und Satelliten laden, was sich geändert hat. Vollständige Ladevorgänge bleiben im Staging, statt jede Nacht weiter unten neu verarbeitet zu werden.

  • Historie wird von Haus aus behalten

    Jede Änderung wird so festgehalten, wie sie eintrifft. Historien- und Stichtagsabfragen funktionieren also auch dort, wo die Quelle ihre eigenen Zeilen überschreibt.

  • Code, den Sie nie von Hand schreiben

    Laden, Historisierung und Lineage werden in Echtzeit aus dem Modell generiert und laufen nativ auf Snowflake, Databricks, BigQuery, SQL Server, Fabric, Oracle oder PostgreSQL.

  • Eine Plattform, bis zu neun Tools weniger

    Modellierung, ETL, CI/CD, Dokumentation und Lineage an einem Ort. Das ist es, was 14,7 Minuten von der Anforderung bis zur Produktion möglich macht.

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Matt Collett

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Weitere Probleme in dieser Serie

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    Quellsysteme speichern den Business-Key im Stammdatensatz, doch jede Beziehung läuft über technische Schlüssel. Vier Wege, damit umzugehen, was jeder davon kostet, und das Muster, das wir verwenden: ein PSA-Hub für die technischen Schlüssel, der dem Business-Key-Hub zugeordnet wird.

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    Ein Satellit enthält alles, was einen Hub beschreibt: Namen, Status, Beträge und jede Änderung daran, angefügt und nie aktualisiert. Er ist eine Slowly Changing Dimension Typ 2 ohne UPDATE, und bringt von Haus aus einen vollständigen Audit-Trail mit.

  • Link

    Was ist ein Link in Data Vault?

    Ein Link hält fest, dass Business-Keys zusammengehören: Dieser Auftrag gehört zu diesem Kunden. Datavault Builder deckt den klassischen Data-Vault-Link ab und ergänzt ihn um einen Transaktions-Link, der an einem Grain-Hub verankert ist. Dieser legt die Granularität einer Transaktion fest und ermöglicht Beziehungen zwischen Transaktionen.

  • Hub

    Was ist ein Hub in Data Vault?

    Ein Hub bildet ein zentrales Geschäftsobjekt wie Kunde, Produkt oder Konto als Liste seiner Schlüssel ab: jeden Schlüssel, den das Warehouse je gesehen hat, jeden genau einmal. Er speichert Identität, keinen Zustand, und genau diese Beschränkung macht ihn zu dem Punkt, an dem die Silos der Quellsysteme aufgelöst werden.

Fragen und Antworten